Transkript: Max Klockenhoff
„Wie shape ich durch Storytelling die Wahrnehmung der Zielgruppe?"
Transkript: Max Klockenhoff
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00:00 · PING · Armin Schroeder
Hallo und herzlich willkommen zur vierten Ausgabe von 24 Ping Pong. Nachdem ich das letzte Mal Roland Bös dabei hatte von Scholz & Friends, der so die großen Full Service Kreativagenturen vertritt, freue ich mich unheimlich, dass ich heute den Arbeitstag von Max Klockenhoff begleiten darf. Max, der Mitgründer von GEN-UP, zeigt uns heute einen kleinen Einblick in sein Leben. Gleich geht’s schon los. Viel Spaß! Guten Morgen Max! Vielen Dank, dass du heute Teil von 24 Ping Pong bist und uns deinen Arbeitstag begleiten lässt. Wo startest du den gerade?
00:50 · PONG · Max Klockenhoff
Morgen Armin, es freut mich sehr mit am Start zu sein. Der Arbeitstag ist tatsächlich schon gestartet. Ich bin seit round about 7.45 Uhr im Office mit unterwegs und da schon ein bisschen was zu machen. 7.45 Uhr, das ist eine Ansage. Das ist in meiner Welt verdammt früh.
01:05 · PING · Armin Schroeder
Morgenroutine, erzähl doch mal, was ist die erste App, die du morgens nach dem Aufwachen öffnest?
01:12 · PONG · Max Klockenhoff
Ja, ich bin einfach crazy Frühaufsteher schon irgendwie seit gefühlt immer. Deshalb, ich fühle es voll, was das du sagst. Bei mir ist es so, ich gehe in der Regel morgens wahrscheinlich als sehr schlechtes Vorbild auf WhatsApp und als zweites auf Oura, weil ich weiß nicht, ob du das kennst, aber dieser Ring hier, der trackt einfach alles. Dann schaue ich erstmal, was ist so der Daily Score, der mit dran ist? Das ist schon ziemlich geil.
01:30 · PING · Armin Schroeder
Ich hatte mit der Frage überhaupt nicht erwartet, dass wir so was über dich erfahren. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Bei mir ist es nicht der Ring, sondern das Armband und die Regeneration der letzten Nacht, was für ein Score ich bekommen habe. Das heißt aber schon, dass du ein ziemlicher Controlfreak bist. Und auf der einen Seite bist du der Profi für die junge Generation, für eine TikTok-Generation. Auf der anderen Seite scheinst du sehr, sehr Tracking und Analyse-affin zu sein. Ist das ein Gegensatz oder ist das einfach Teil des Zeitgeistes?
02:02 · PONG · Max Klockenhoff
Das ist sehr, sehr geil. Hast du dann bei dir auch so ein Whoop-Band oder so? Weil ich sehe immer, dass es viel mehr Leute nochmal anfangen zu nutzen. Und ja, wo soll ich anfangen bei mir? Dieses Kontrolle, Daten, alles mögliche. Ich schaue mir das wirklich im Detail mit an. So was meine Körpertemperatur, in welchen Schlafphasen bin ich, was meine Atemfrequenz ist. Ist es höher als so, was könnte der Auslöser sein? Ich schaue schon sehr sehr, vielleicht auch krankhaft machmal da mit drauf. Aber ich finde es hilft mir sehr zu forecasten, passiert da gerade irgendwie was, ist was nicht im Lot oder ähnliches. Du hast ja auch schon ein bisschen auf das Berufliche mitbezogen. Auch da bin ich ehrlicherweise genauso schlimm. Ich gucke mir sehr, sehr gern mit an, vor allem wenn wir Paid und Organic mit arbeiten. Ich will die Leute ja verstehen. Ich will ja verstehen, warum droppst du ab einer gewissen Stelle vom Video mit raus oder auch nicht. Wenn ich das sehe, an der oder anderen Stelle da gibt´s irgendwie gerade einen kleineren Drop, dann gucke ich mir genau an, woran könnte es liegen. stelle Hypothesen mit auf - nächstes Mal solltet man das und das mal mit antesten. Vielleicht läuft es dann noch mal besser. Du lernst ja nie aus. Du siehst ja immer und immer wieder, was machen die User, was tangiert die. Und darauf basierend bauen wir natürlich auch Content. Die Frage so ein bisschen steht es im Widerspruch zu Trends bei den Unreachables. Weil wir sprechen auch gleichzeitig sehr viel von Zeitgeist. Ich glaube, wenn du spätestens Community-Cases wie Deichmann Paw Patrol und Co, kennst oder auch Pro 7 Aktionen, dann merkst du schon, wir sind sehr, sehr schnell auch in dem, was wir machen. Das ist absolut kein Widerspruch. Das hilft uns eher, die Leute nochmal eher zu verstehen. Und was am Puls der Zeit zu machen, das können wir immer. Das heißt, wir lernen da immer und immer weiter konstant. Und das ist ein sehr, sehr essenzieller Teil von unserer Arbeit. Sich genau solche Daten nochmal im Detail mit anzuschauen.
03:35 · PING · Armin Schroeder
Wie würdest du das beschreiben? Was macht ihr? Wie heißt eure Art von Agentur?
03:41 · PONG · Max Klockenhoff
Ich sag dir ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob es dafür irgendwie ein offizielles Fachwort oder ähnliches gibt. Um das zu beschreiben, was wir machen, was wir aber von uns sagen, ist, dass wir die Agentur sind, um Unreachables zu erreichen. Also Zielgruppen, die Social First denken und die, die du über klassische Werbemaßnahmen ja nicht mehr so erreichst. Das bedeutet auch da, dieses Zusammenspiel aus den verschiedenen Disziplinen ist relevant. Bei uns bist du von Strategie über Konzeption, über Kreation, über Community-Management, über Paid, bis hin zur Auswertung von deiner Kampagne. Also wirklich literally in jedem Step. Und dadurch, dass wir sagen, wir können genau diese Bandbreite mit abbilden und einen sehr, sehr schnellen Prozess dadurch gewährleisten. haben wir auf der einen Seite, obviously, sehr viel Speed. Ich sehe, ein Kommentar kommt rein, lass uns doch ein Video dazu machen. Sehr, sehr schnell. Und lass uns, wenn das Video live geht, auch direkt mit Paid mit reingehen, ohne Vorlaufzeiten oder ähnliches. Das bedeutet, diese Geschwindigkeit ist in meinen Augen eine der essenziellsten Geschichten in dieser Dienstleistung, die wir mit erbringen. Als auch natürlich die sehr, sehr schnelle, sehr stetige Optimierung, die dadurch noch mal ein Stück weit früher greift als vielleicht ein anderes Konstrukt.
04:41 · PING · Armin Schroeder
Das klingt schon nach einem ziemlich ganzheitlichen Agentursetup. Wie seid ihr beiden auf die Idee gekommen, GEN-UP zu gründen? Irgend nen Startpunkt muss es ja gegeben haben, irgendeine Initialzündung. Erzähl uns mal ein bisschen dazu.
04:54 · PONG · Max Klockenhoff
Ich freu mich gerade sehr, dass du nach der Gründungsgeschichte fragst, weil ich glaube, die ist crazier, wie sie gefühlt hätte nicht sein können. Ilias und ich, wir haben uns ursprünglich beim Gaming kennengelernt. Das heißt Minecraft, Counter-Strike, Overwatch, etc. Wirklich verrückt. Nach der Schule damals schon immer gequatscht gehabt. Und hatten natürlich auch dadurch super viele Freunde, die irgendwie im Medienbereich unterwegs waren. Wir haben ein Video-Schnitt, Content Creation, wir selbst haben auch Content Creation gemacht, sei es auch in Form von Video, als auch Form von, zum Beispiel, Instagram Pages und Co, die dann relativ big geworden sind. Und dann ging es darum Freelance und nochmal ein Step weiter, halt die Gründung gemeinsam. Und auch bis zu unserer Gründung haben wir sehr, sehr häufig gequatscht. Aber uns, ich glaube, einmal vorher gesehen, zweitens mal im Notar GEN-UP wurde gegründet. Ist das korrekt? Ihr beiden Gründer habt euch das zweite Mal getroffen, als ihr beim Notar wart um die Firma zu eröffnen? Das ist wirklich geil. Das kann, glaube ich, sonst kaum jemand von sich behaupten. Und das, was sich daraus entwickelt hat, um zu sagen, wir schaffen gerade Inhalte, die wir geil finden und die wir auch so selbst gerne konsumieren würden, weil sie eben uns als Zielgruppe in dem Fall mit ansprechen. Das hat sich noch mal drastisch professionalisiert. Seit dieser Gründung - ja - wie es dazu kam, ich werde manchmal auch gefragt, mit welchen Eiern habt ihr das gemacht, Jungs? Aber ich glaube gerade das macht das aus. Und das harmoniert wirklich sehr, sehr geil.
06:12 · PING · Armin Schroeder
Das klingt nach einem ziemlichen Abenteuer. Und vor allem klingt das so, als wäre das noch lange nicht vorbei. Gibt es irgendwas, bei dem du das Gefühl hast, das läuft in der so “etablierten” Agentur-Szene falsch oder in der Kommunikation, weil sich einfach zu viel verändert hat?
06:26 · PONG · Max Klockenhoff
Vielleicht vorab, ich würd glaube ich, gar nicht sagen, dass irgendwas konkret falsch oder konkret richtig ist. Das hört sich immer so deterministisch an. Ich glaube, vieles ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Dingen, die da mit drin sind. Haben Dinge wie zum Beispiel sechs Sekünder und Co trotzdem natürlich ihre Daseinsberechtigung. Aber - wir müssen die Learnings anders mit angehen. Das heißt, wir haben eine ganze Menge bestehender KPIs, was ist meine Reichweite, was ist meine Frequenz, was man CPM und Co. Und die sind wichtig. Wenn wir in Richtung Storytelling denken, müssen wir aber ein Stück weit weitergehen. Das bedeutet, was ist denn die Engagement-Rate? Was ist mein Cost-per-Engagement? Wie lange schauen Leute? Was ist meine average Watchtime? Das interessiert mich da. Und natürlich, wenn ich in die Kommentare schaue, auch was ist das Sentiment? Also was nehme ich gerade daraus mit? Wie shape ich durch dieses Storytelling die Wahrnehmung von den Leuten, die diese Inhalte konsumieren? Das finde ich spannend. Mir wird leider viel zu sehr mit abgeschnitten mit, kenne ich die Marke? o Ja, o nein, o vielleicht. Ja, okay, man kennt die Marke, super. Es geht viel, viel eher in die Consideration. Ich würde sagen, das ist bei den meisten Brands, mit denen wir arbeiten, auch genau der Punkt, wo wir den aller allergrößten Impact haben. Deshalb würde ich sagen, das kann man auf jeden Fall noch mal stärker mit anschauen und auch worauf diese denn gerade wirklich mit einzahlen.
07:33 · PING · Armin Schroeder
Ich will gerade mal gerade bei der Anfangszeit von GEN-UP bleiben, wer war denn der erste Mitarbeitende, den ihr eingestellt habt? Und wie hat sich das angefühlt, als ihr den Arbeitsvertrag unterschrieben habt? Das stelle ich mir auch noch mal sehr wie ein Abenteuer vor.
07:47 · PONG · Max Klockenhoff
Wir sind hier bei by the way, bei uns oben hier im Office, wird bisschen ready gemacht. Wir schauen nämlich, dass wir heute Abend noch mal grillen als Team Event. Das wird ganz baba. Zu deiner Frage, was das Ganze denn war mit erstem Mitarbeiter. Der Samir bei uns war der erste Mitarbeiter. Der war damals noch als Werkstudent mit drin. Was ganz schön lang gedauert hat. Das war irgendwie, ich glaube, so acht, zehn Monate nach Gründung. Mega gut. Mittlerweile fulltime bei uns. Das war ein crazy Gefühl, das zu unterschreiben dieses Gefühl, diese Verantwortung natürlich auch, die du in dem Moment übernimmst. Vorher war sehr, sehr viel Verantwortung für sich selbst. Aber ab dem Moment musst du natürlich auch schauen, ey, wie sieht es aus in Sachen Stabilität und Co. Du denkst in meinen Augen noch mal viel, viel unternehmerischer.
08:31 · PING · Armin Schroeder
An wen geht heute dein Shout-out, dein virtuelles High-Five für einen verdammten, guten Job? Und warum?
08:38 · PONG · Max Klockenhoff
So, bevor es für mich hochgeht zum Team Event, erst mal ein fettes High-Five an dich. Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und daneben an das ganze Team Deichmann, weil mit denen machen wir super viel, setzen verschiedenste Aktivierungen mit um. Unter anderem gerade auch einiges auf Twitch, also stay tuned. Da sind lustige Community-Aktivierungen mit dran. Und dafür, dass man da so viel wagt, ein ganz, ganz fettes Shout-out.
08:59 · PING · Armin Schroeder
Lieber Max, vielen Dank, dass wir dich heute begleiten durften. Super spannende Einblicke in dein Arbeitsleben und in die Geschichte, die ihr dahin gelegt habt. Das ist wirklich Wahnsinn. Genieß den Feierabend, habt Spaß, feiert ordentlich bei eurem Firmen-Event auf der Dachterrasse. Das sieht schon sehr gemütlich aus. Ich wünsch dir einen total schönen Abend und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen. Vielen Dank. Tschüss.